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Aktennotiz
Die Aufnahmen zeigen
verschiedene durch die Majolika erneuerte Keramiken von der Marktkirche
zu Wiesbaden.
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Brilliant, mit grösster
Massgenauigkeit und Frostsicherheit liebevoll von der Abteilung
Bau-Kunst-Keramik und Denkmalpflege gefertigt.
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Von über 200 Grossteilen
im vergangenen Jahr ging kein einziges Teil im Laufe des komplizierten
Fertigungsprozesses defekt, und alle Teile konnten mit höchster
Präzision an ihren jeweiligen Platz aufgesetzt bzw. integriert
werden.
In mühevoller Handarbeit
werden in diese Teile eingeformt und am Schluss sorgfältigst
auf Mass abgerichtet. Die besondere Majolika-Tonmischung ermöglicht
einen sehr hohen Qualitätsanspruch.

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Der Geschäftsführer der Majolika-Manufaktur
Anton Goll, gemeinsam mit dem Betriebsleiter, Herrn Dipl.-Ing.
Spang, in 85 Meter Höhe auf der Marktkirche
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Die
Marktkirche in Wiesbaden
Aus der Ferne betrachtet,
erhebt sich die Wiesbadener Marktkirche als vieltürmiges
Gebilde über das Häusermeer der Innenstadt. Das Ensemble
ihrer schlanken, unterschiedlich hohen Spitztürme bietet in
der Silhouette einen Anblick, der an gotische Dome des Mittelalters
erinnern kann. Nähert man sich dann der Marktkirche, so verdeutlichen
sich ihre architektonische Komposition und städtebauliche Situation.
Wiewohl freistehendes und durch einen Vorplatz ausgezeichnetes Monument,
ist die Kirche mit ihrer Längsachse auf das ehemalige herzogliche
Palais und heutige Landtagsgebäude bezogen.
Die Baugeschichte der
Marktkirche beginnt1850.
Schon ein Jahr nach
dem Brand wurde der Nassauische Oberbaurat Carl Boos
(1806 – 1883) mit der Planung einer neuen evangelischen Hauptkirche
beauftragt, deren Standort noch zu bestimmen war. Carl Boss hatte
ab 1825 an der Akademie der Künste in Karlsruhe bei Friedrich
Weinbrenner, dem Hauptvertreter des südwestdeutschen Klassizismus,
studiert.
Eine Reise in die Niederlande machte den Architekten mit der Backsteinbauweise
vertraut.
Die Marktkirche gilt als bedeutendstes Werk des Architekten.
Am 22. September 1853 wurde durch die herzogliche Familie der Grundstein
der Marktkirche gelegt.
Eingeweiht wurde die neue Kirche am 13. November 1862.
Bereits seit einigen
Jahren ist die Baukunstabteilung der Majolika damit beauftragt,
die wunderbare Marktkirche zu renovieren.
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