„Bild bricht Wort“ (Maria Figiel)
Symbol meint in seiner ursprünglichen
Wortbedeutung „Zusammenfügung“. Eine zerbrochene Tontafel wurde
zusammengefügt, so galt sie in der Antike als Erkennungszeichen
für ihre Besitzer. Die Bedeutung reichte über die Tontafel
hinaus, sie stand für etwas anderes, die sogenannte
Überschussbedeutung. Die Wahl eines Firmenlogos steht für eine
Unternehmensphilosophie. Das Treffen dieser Entscheidung geht
über planen, organisieren und kontrollieren hinaus. Die
Überschussbedeutung soll auf den ersten Blick erkannt werden.
Ein Labyrinth als Logo für ein
Kulturmagazin – was soll denn das?
In Epidauros suchten Pilger nach Heilung.
Asklepios galt dort als Newcomer unter den Heilgöttern. Eine
Vielzahl kultureller Angebote, etwa Theateraufführungen, der
Kranichtanz, musischen Darbietung, eine Bibliothek bereiteten
neben den Heilquellen und beeindruckender Natur auf den Gang
durch das begehbare Labyrinth vor.
Zweck eines jeden Labyrinths ist zur
Mitte zu finden.
Wer in Epidauros seine vitale Mitte
gefunden hatte, der verarbeitet seine Erfahrungen in einem
kreativen Akt: Entweder formte er eine Tonfigur oder schrieb
eine Votivtafel. Diese Gegenstände dienten dann Nachfolgenden
als Orientierungspunkte. Hier wurzelt die Frage der
Salutongenese: „Was macht den Menschen gesund?“. Kunst kann als
eine Kraftquelle in allen Lebenslagen genutzt werden. Da mich
dieser Labyrinthgedanke faszinierte und ich mir überlegte, dass
die Region Baden ebenfalls über ein reiches kulturelles Angebot
verfügt und über Thermalquellen, wollte ich eine Analogie zu
Epidauros bilden. Epidauris – die Lebenskunst der vitalen Mitte
– dabei steht I für Innovation und Neues. Nachdem der
Geschäftsführer der Majolika Herr Anton Goll mir die
Überschussbedeutung eines Firmenlogos erklärt hatte, überzeugte
die Künstlerin Maria Figiel mit ihrem Satz: „Bild bricht Wort.“
Wer das aus dem Majolika stammende LOGO für EPIDAURIS sieht,
der erkennt die Symbolik: „Zur Mitte finden.“
Herzlich danke ich der Majolika und der
Künstlerin Maria Figiel, dass sie diese atypische
Existenzgründung im Kulturbereich unterstützt, indem sie mir das
Firmenlogo gestaltet hat. Danke! Andrea Schmoll
Majolika
Manufaktur Karlsruhe,
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